Meine Lehrmeister: Eine Reise in die Zeit vor Vilma

Ihnen haben wir mindestens genauso viel unserer Reitfähigkeiten zu verdanken wie unseren Reitlehrern: den Pferden, die wir in unserem Reiterleben reiten dürfen. Bevor ich mich Vilma widmete, hatte ich die wohl besten Lehrmeister der Welt, die mir alles von Springen über Bodenarbeit bis hin zu Ausreiten beigebracht haben. Eine Reise durch all die Lehrmeister vom Welsh Pony bis zum Isländer, die MICH zu dem Reiter gemacht haben, der ich heute bin.

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Lady: Meine erste Liebe für die zarten, flotten Pferde

Nach einigen Reitstunden lernte ich meine erste große Liebe kennen: Lady. Für sie sind wir jahrelang 45 Minuten quer durch München gefahren. Sie ist Vilma sehr ähnlich vom Charakter & hat mich mit ihrer Sänfte & ihrem angenehmen Temperament in ihren Bann gezogen. Diese Bilder entstanden 2002, bei ihr habe ich vor allem die Grundkenntnisse des Reitens gelernt und wie man mit Pferden, die gerne mal einen Ticken zu schnell unterwegs sind, umgeht: selber Ruhe ausstrahlen & auf keinen Fall am Zügel ziehen! Mittlerweile ist sie leider gestorben, bleibt jedoch unvergessen!

Butterfly: Das erste Springpferd

Da Lady oft an Asthma litt, bin ich einige Zeit die unterschiedlichsten Pferde geritten, bevor ich in der Reitschule bei Butterfly gelandet bin. Sie ist ein Deutsches Reitpony mit guten Gangarten und ist Springturniere gestartet. Waren keine Hindernisse aufgebaut, war sie sehr triebig, sobald sie einen Sprung sah, war sie hingegen ein Selbstläufer. Auf ihr hatte ich dann meine ersten Springstunden und habe auf den Deutschen Reiterpass mit Geländehindernissen trainiert. Sie hat mir gelehrt, Vertrauen in das Pferd zu haben und mir gezeigt, wie man richtig springt.

15064105_10202257803204260_1045962602_oOkay: Auch schreckhafte Maultiere kann man reiten

Parallel zu meinem Reitunterricht am Matthof, bin ich mit einem Maultier bei mir im Nachbarort ausgeritten. Sein Name war wirklich: „Okay.“ Er war erst fünf Jahre alt und hatte tierische Angst vor Kanaldeckeln: Okay hat mir beigebracht nie aufzugeben und dem Tier unter einem Sicherheit zu vermitteln, sodass der größte Schreck kein Problem mehr wird. Wir waren übrigens immer mit Pferden unterwegs und sind auch fleißig Berge hochgaloppiert! Eine einzigartige Erfahrung so eine Mischung aus Esel und Pferd zu reiten!

15065153_10202257886046331_1210876218_oAlina: Feinschliff mit dem soliden Fjordi

Nachdem Butterfly an eine Turnierreiterin verkauft wurde, fand ich zu Alina, meinem persönlich ersten Fjordi – und das, obwohl es in meiner Reitschule fast ausschließlich Fjordpferde gab. Sie war ein sehr solides, gutmütiges Pferd, das man für Reiter aller Altersklassen einsetzen konnte. Bei ihr konnte ich gut an meinem „Feinschliff“ arbeiten: Wie stellt man richtig? Geht das Pferd am Zügel? Ist Anlehnung da? Zugegeben war sie mir manchmal etwas zu „langweilig“, da ich gerne charakterstarke Pferde mag, jedoch wusste ich sie sehr zu schätzen.

Joy: Die erste Anspruchsvolle

Als nächstes kam Joy, denn als ich meinen Sitz und meine Zügelführung noch weiter verbessern konnte, durfte ich das erste Mal ein Pferd reiten, das in der Reitschule als „anspruchsvoll“ galt. Joy stand wesentlich mehr im Sportfjordi-Typ als Alina, konnte sehr stark werden und hat nur dann reagiert, wenn alle Hilfen korrekt dran waren. Sie war Perfektionistin und dadurch einer der besten Lehrmeister, die man sich vorstellen konnte! Und genau so ein charakterstarkes Pferd, wie ich es liebe. Auf ihr hatte ich dann 1,5 Jahre wöchentlich Spring- und Dressurunterricht.

Knabstrupper Fyrkat: Bodenarbeit & das erste junge Pferd mitten in der Ausbildung

Nach meinen sechs Jahren in der Reitschule kam meine erste Reitbeteiligung: Sie war noch nicht fertig ausgebildet und so hat mir ihre Besitzerin Reitunterricht im Westernsattel gegeben. Bei ihr lernte ich, wie man ein junges rohes Pferd schult und vor allem eins: das erste Mal in meinem Leben Bodenarbeit. Dazu kam noch, dass Fyrki mein erstes Privatpferd war, das ich reiten durfte und da war doch vieles anders als bei den Reitschulpferden, die „funktionierten.“

15053176_10202257828244886_1140204906_o15064007_10202257826724848_1740432226_oHallegur: Gelände- & Ausreitlehrmeister

All meine Routine beim Ausreiten, die mir heute beim Distanzreiten zu Gute kommt, habe ich bei diesem hübschen Isländer gewinnen dürfen. Er hatte ein Traktortrauma aufgrund eines Unfalls und ist jedes Mal ab durch die Mitte, sobald sich so ein Gefährt näherte. Auf Volten abwenden und viele lange Ausritte waren unser Patentrezept, um seine Angst in den Griff zu bekommen. War kein Traktor in der Nähe, war er ein Engel auf vier Hufen! Hauli, wie sein Spitzname war, hat mir beigebracht, dass jedes Pferd ein souveräner Begleiter im Gelände werden kann.

 

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