So wird dein Dressursattel zum Distanzsattel

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Ich werde so oft nach meinem Sattel gefragt und muss immer ganz langweilig antworten, dass ich auf einem ganz normalen Dressursattel unterwegs bin. Ganz normal – naja fast… Denn mit ein paar kleinen Änderungen wird auch dein Dressursattel zum Distanzsattel.

Du möchtest mal eine Distanz starten und dir dafür nicht gleich einen neuen Sattel kaufen? Kein Problem, auch wenn es spezielle Distanzsättel gibt, sind auch ein paar Distanzreiter bis hin zum internationalen Niveau in Dressursätteln unterwegs.

  1. Er muss passen! – Der Besuch vom Sattler
    A&O wie bei jedem Sattel ist, dass er sowohl Reiter als auch Pferd optimal passen muss, damit keine Druckstellen entstehen. Dabei sollte der Sattel regelmäßig von einem Sattler überprüft werden. Benutzt ihr eine dickere Unterlage, sollte die bei der Anpassung unbedingt berücksichtigt werden.
  2. Die richtige Unterlage
    Neben einem passenden Sattel gibt es etliche Sattelunterlagen, die den Druck noch besser verteilen. Wir sind mit der Rentierschabracke von Bartl Lammfell unterwegs. Diese ist ausgestattet mit einem Haftgitter gegen das Rutschen, entfernbaren Einlagen und Lederverstärkung im Gurtbereich. Da Rentiere eine hohle Haarstruktur haben, federt es sehr gut ab und ist die erste Wahl bei Pferden, die zu Haarbruch neigen. Weniger pflegeintensive Modelle findet ihr bei StudOne, Quittpad, Grandeur und Güldenhoff Pads.
  3. Distanzsteigbügel
    Meine Elastosteps waren tatsächlich meine erste Anschaffung der „speziellen“ Distanzausrüstung. Durch die breite Trittfläche schlafen die Füße auch bei langen Strecken im leichten Sitz nicht ein, die Feder sorgt dafür, dass das Knie entlastet wird. Es gibt aber auch günstigere Varianten ohne Federn. Ein Muss für jeden Distanzreiter!
    Übrigens: Allen, die sich Elastosteps anschaffen, kann ich nur den Lammfellschoner für den Federbereich empfehlen! Gehört nicht zur Grundausstattung, ist aber eine geniale Ergänzung.
  4. Monoriemen – Steigbügelriemen ohne Metallschnalle
    Auch mir ist früher nie aufgefallen, wie sehr die Metallschnalle oben am Sattelblatt eigentlich stört. Bei meinem Dressursattel waren die sogenannten Monoriemen sogar schon dabei. Dabei haben die billigeren von Wintec bei mir wesentlich besser abgeschnitten als die teureren von Bates, die sofort sehr gebraucht aussahen. Grundsätzlich gilt: desto weniger mögliche Reibung, desto besser!
  5. Gurtung des Sattels
    Die meisten Dressursättel haben nach wie vor eine Parallelgurtung. Oft empfiehlt es sich je nach Sattellage diese zu einer V-Gurtung oder zu einer Y-Gurtung ändern zu lassen. (muss aber nicht sein!) Dafür am Besten einfach den Sattler fragen!
  6. Der richtige Sattelgurt – Fell & Plüsch
    Ebenso wie der Rest der Ausrüstung sollte das Risiko des Scheuerns wo gering wie möglich gehalten werden. Deshalb unbedingt einen Gurt wählen, der zum Pferd passt und der wenig scheuert. Ich nutze seit einigen Jahren einen Mondgurt von Christ mit dem ich sehr zufrieden bin. Müsste ich nochmal einen Gurt kaufen, würde ich auf die tollen Gurte von Medicheval zurückgreifen, auf die viele Distanzreiter schwören. Bei sehr empfindlichen Pferden empfiehlt sich die Nutzung von Babypuder.
  7. Steigbügel unter dem Sattelblatt verschnallen
    Das ist nicht bei jedem Sattel möglich und ist wirklich Geschmackssache, aber probieren geht über studieren! Da mein Iberosattel ein spanisches Modell ist, ist es hier bereits so vorgesehen und hat mich absolut begeistert.

Alles zusammen: Sattel, Rentierpad, Monoriemen, Christ-Lammfellgurt, Y-Gurtung, Elastosteps & deren Schoner

Welches Modell hast du denn jetzt eigentlich?
Zu guter Letzt noch die Antwort auf die Frage, mit welchem Modell ich jetzt eigentlich unterwegs bin: dem Iberosattel Amazon Dressage aus dem Hause Sommer – viel Pausche, sehr tiefer Sitz, durchgehendes & vor allem gerades Sattelblatt. Für einen Dressursattel hat er wirklich viel Auflagefläche, was ihn für mich zu einem der Dressurfavoriten für den Distanzsport macht. Auf den ersten Blick erinnert er mich sowieso immer an den Kieffer Distanz.

Das schöne an diesen Tipps ist, dass sie sukzessive ergänzt werden können, je nachdem was am dringendsten ist. Viele der Ausrüstungsgegenstände gibt es übrigens auch gebraucht, vor allem in der Distanzreiter-Zubehör Gruppe auf Facebook!

Hinweis: Für optimale Sattelberatung bitte unbedingt Rücksprache mit einem geeineten Sattler halten! Viele empfehlen Dressursättel im Distanzsport für eher leichtere Reiter.

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Der neue Sattel – noch mit Parallelgurtung
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